|||

Starkbierzeit in München

Während der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, findet in Bayern alljährlich am Josephitag (19. März), der traditionelle Starkbieranstich statt.

Deshalb veranstalten zahlreiche Brauereien und Wirtshäuser zünftige Feste.

Das wohl berühmteste Starkbierfest ist das Politiker Derblecken (verarschen) am Nockerberg, dem ehemaligen Keller der Paulanerbrauerei. Die Brüder des Paulaner Ordens aus München lebten nach strengen Ordensregeln. Etwa ein Drittel des Jahres mussten sie fasten und der Verzicht auf feste Nahrung war höchstes Gebot. Daher war es für die Mönche ein Segen, als 1634 ein Brauereierbe in den Orden eintrat und somit auch die Brauberechtigung an den Orden fiel.

Nachdem Grundsatz „ Flüssiges bricht fasten nicht!“ wurde ein kräftigeres Bier, als das herzogliche Bockbier gebraut, das unter dem gelernten Brauer, Bruder Barnabas, zu einzigartiger Blüte führte. Dieses Starkbier wurde als Sankt Vaters Bier bezeichnet, und der Münchner Volksmund schuf daraus den bis heute noch nach demselben Rezept gebrauten Salvator.
Seit dieser Zeit enden die Namen der Starkbiere immer mit dem Suffix "ator".

Charakteristisch für die Fasten Doppelbockbiere sind ihre klangvollen Namen wie zum Beispiel: Triumphator von Löwenbräu, Animator Hacker-Pschorr, oder Optimator, Maximator, Delikator und Vitaminator. Bayrische Bock und Doppelbock Biere gehören zu den Starkbieren. Für  die Bockbiere sind mindestens 16 % und für Doppelbockbiere mindestens 18 % Stammwürzegehalt vor-geschrieben. Daraus ergibt sich ein Alkoholgehalt von ca. 6,5 % bis über 7,5 %. Starkbiere sind echte Feinschmeckerbiere. Das Doppelbockbier (hell und dunkel) schmeckt vollmundig, Malz betont und hat oft eine leichte Karamellnote.

Falls ihr noch mehr über unsere Biere wissen wollt, seid ihr herzlich gerne auf unserer Bier & Schmankerl Tour gut aufgehoben. Die Führung findet das ganze Jahr am Donnerstag
und Freitag um 17.00 Uhr statt.

Dabei wünsche ich Euch viel Spaß!
Prost Eure Franca von Radius